GERMAN Dresden 1945; der nchste Wirtschaftskrach

ENGLISH ARTICLE TO THE RIGHT/ARTICLE FRANCAIS A DROITE

Normalerweise schreibe ich viel Kommentar bzw. Analyse, aber diesmal nicht viel. Ich lasse ein damaliges Dresdner Kind zu Wort kommen, und fge dem nachtrglich etwas zu.

[Quelle: http://www.nonkonformist.net/3509/werner-hanitzsch-es-war-die-holle-dresden-13-februar-1945/#more-3509]

Werner Hanitzsch: Es war die Hlle Dresden 13. Februar 1945

Gegen 21.30 Uhr heulten die Sirenen. Es war wieder einmal Fliegeralarm. In den vergangenen Jahren hatte ich schon so viele Stunden bei Fliegeralarm nachts im Keller verbracht, da ich mich schon daran gewhnt hatte und gar nicht mehr ngstlich war. Allerdings, diese Nacht sollte mich das Frchten lehren.

In aller Eile begaben wir uns in den am nchsten stehenden Zug und suchten als erstes die behinderten Menschen, um ihnen in den Luftschutzkeller zu helfen. Unsere Hilfestellung wurde verstndlicherweise sehr stark erschwert durch die anderen Leute, die ja alle versuchten, so schnell wie mglich in den Keller zu kommen, und deshalb fast panikartig zu den Tren drngten. Alles schrie angsterfllt durcheinander in dem Bestreben, seine nchsten Angehrigen entweder nicht zu verlieren oder wiederzufinden. Es war noch nichts geschehen, aber es herrschte bereits ein entsetzliches Chaos.

In der Mitte des Waggons sa ein etwa 10-jhriges Mdchen. Sie weinte und rief: Kann mir denn niemand helfen? Was ist mit dir? fragte ich. Unter Trnen sagte sie mir, da sie gelhmt sei und nicht laufen knne. Ich nahm sie sofort in meine Arme und trug sie in den Keller. Whrenddessen fielen in nchster Nhe die ersten Bomben. Es pfiff, heulte, knallte und splitterte entsetzlich.

Als sich der Bombenhagel verschlimmerte, muten wir dann selbst im Keller bleiben. Whrend dieses ersten Angriffs hatten wir sehr viel zu tun, um die Menschen im Keller zu versorgen und zu beruhigen. Obwohl das starke Kellergewlbe ein Gefhl der Sicherheit ausstrahlte, hatten die meisten Menschen eine wahnsinnige Angst. Sie hatten ja zum Teil noch nie einen Luftangriff erlebt.

Nach etwa 60 Minuten war die erste Angriffswelle vorber, und es trat Ruhe ein. Von weitem hrte man auch ein paar Sirenen mit Entwarnung, aber sehr viele waren wohl nicht mehr in Betrieb.

Wir verlieen sofort den Keller, um den Menschen auf den Bahnsteigen, welche den Zug nicht mehr verlassen konnten, zu helfen. Die Alten und Behinderten sollten zunchst im Keller bleiben.

Als wir auf den Bahnsteig kamen, bot sich uns ein Bild des Schreckens. Alles war berst mit schweren Glasscherben vom Bahnhofsdach sowie mit Stahlteilen und Trmmern aller Art. Dazwischen lagen Tote und verwundete schreiende Menschen. Zum Teil mit schwersten Verwundungen wie abgerissene Gliedmaen, abgerissene Genitalien und aufgeschlitzte Buche, wo die Gedrme heraushingen. Es war ein Bild des Grauens.

So etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen. Wir sind durch ein wahres Meer von Blut ber die Scherben und Trmmer gestolpert und wuten vor Schreck nicht, was wir zuerst machen sollten. Wir versuchten dort, wo es noch mglich war, erste Hilfe zu leisten und vor allem die Schwerstverletzten auf Tragen in die Dienststelle des DRK zu transportieren. Dafr waren natrlich die Rumlichkeiten gar nicht eingerichtet. Wir muten die Verwundeten von den Tragen herunternehmen und auf Decken auf den Fuboden legen.

Es dauerte auch gar nicht lange und der vorhandene Platz war total belegt. Nun muten wir vor der Dienststelle in der Bahnhofshalle etwas Platz schaffen und die Verwundeten dort ablegen. Inzwischen waren schon die ersten verstorben, aber niemand konnte sich um sie kmmern. Die Verwundeten schrieen entsetzlich.

In der Zwischenzeit waren schon lngst mehrere Krankenwagen und Notrzte dringend angefordert worden. Aber nichts geschah. Da mir ohnehin speibel war und ich etwas frische Luft brauchte, ging ich vor den Bahnhof, um nach den lngst berflligen Krankenwagen Ausschau zu halten. Dieser Gang vor den Bahnhof bewahrte mich vor dem sicheren Tod, wie wir etwas spter hren werden.

Als ich ins Freie kam, stockte mir das Blut in den Adern. Die Prager Strae, die Geschftsmetropole Dresdens, stand in Flammen. Trmmer auf den Straen. Menschen liefen schreiend und gestikulierend durcheinander. Ich war wie benommen. Mir war sofort klar, da an Krankenwagen oder hnliches berhaupt nicht zu denken war. berall brannte es, und kein Fahrzeug konnte den Bahnhof erreichen. Aber das Schlimmste war fr mich das Schauspiel, welches sich am Himmel bot und mich das Gruseln lehrte. Der Himmel ber ganz Dresden war erleuchtet von sogenannten Christbumen. Ansammlungen von Magnesiumfackeln, welche an Schirmen oder Ballons am Himmel hngen. Diese Christbume dienen bei einem Luftangriff als Zielmarkierungen fr die anfliegenden Bomberverbnde. Es war taghell. Mir stockte der Atem. Die Luft roch, als wrden tausend Wunderkerzen brennen.

Whrend ich noch herauszufinden versuchte, ob dies wohl die Markierungen fr den vergangenen Angriff waren oder fr einen neuen, rannten pltzlich alle Leute schreiend und schutzsuchend durcheinander. Einige Polizisten strmten mit Handsirenen durch die Straen und alles schrie: Fliegeralarm! Seit dem ersten Alarm mgen etwa drei Stunden vergangen sein.

So schnell mich meine Beine trugen rannte ich durch die Bahnhofshalle und versuchte zunchst die DRK-Dienststelle zu erreichen. Als ich dort ankam, fielen schon die ersten Bomben. Also sofort kehrt! Richtung Luftschutzkeller! Schon von weitem sah ich eine Riesenmenschenmenge, welche sich vor dem Kellereingang staute. Sie versuchten alle in Panik dort Schutz zu finden. Sie schrieen und quetschten sich fast zu Tode. Dazwischen das ohrenbetubende Pfeifen und Detonieren der ersten Bomben. Mir war sofort klar, da es vollkommen sinnlos war, zu versuchen in den Keller zu kommen, zumal der Bombenhagel an Intensitt zunahm. Intuitiv rannte ich, so schnell ich konnte, durch den nchstgelegenen Ausgang aus dem Bahnhof. Ich dachte: Nur raus hier und berquerte die Bayrische Strae, um in das unmittelbar gegenberliegende Hotel Bayrischer Hof zu gelangen. Es war das nchstgelegene Gebude, wo ich Schutz suchen konnte. Ich rannte um mein Leben. Die Luft war erfllt vom Drhnen der Flugzeugmotoren, von dem Pfeifen und Detonieren der Bomben sowie dem Pfeifen der umherfliegenden Splitter. Es war die Hlle.

Wie durch ein Wunder erreichte ich unverletzt das Hotel und strmte sofort in den Keller. Die Wege zu und von den Schutzrumen waren berall gekennzeichnet.

Die Luftschutzrume in diesem Hotel waren bereits berfllt, als ich hinkam. Ich fand gerade noch Platz in einem Durchgang zwischen zwei getrennten Rumen. Dicht gedrngt mit einem Paar, welches sich unentwegt kte. Heute kann ich das verstehen. Damals fand ich das dumm und uerst unangebracht. Ich stand direkt unter dem Durchgangsbogen und lehnte mit dem Rcken an der Stirnseite der Trennwand der beiden Rume. In diesen saen die Menschen eng zusammengedrngt auf Bnken und Sthlen.

Der Raum zu meiner Rechten war etwa 4 m x 8 m gro. An seiner Stirnseite befand sich ein Notausstieg. Dieser war mit einer Stahlschotte verschlossen und hatte eine Gre von etwa 1,2 x 1,2 m. Dieser Ausstieg befand sich in der oberen Hlfte der Wand und war ber eine davor stehende Stiege erreichbar.

Nach ca. 20 Minuten Bombenhagel brach die Stromversorgung zusammen, das Licht verlosch. Einige Not- und Taschenlampen leuchteten auf. Angst und Entsetzen stand auf allen Gesichtern. Die Intensitt des Bombenhagels nahm stndig zu. Ich gewann den Eindruck, da jetzt die Welt untergeht.

Mit ohrenbetubendem Lrm gingen pltzlich Luftminen auf den Bahnhof nieder. Die Druckwellen waren auch bei uns noch sehr stark. 0 mein Gott, dachte ich bei mir, la diesen Kelch an mir vorber gehen. Ich wute von meiner Ausbildung her, da es dort, wo eine Luftmine niedergeht, keine Rettung gibt. Der entstehende Druck ist so stark, da den Menschen die Lungen platzen.

Vom Treppenaufgang her kam die Meldung, da das Gebude ber uns vermutlich zerstrt sei. Der Eingang sei verschttet, dort gab es kein Entkommen mehr. Einige Leute drngten darauf, sofort ber die Notausstiege den Keller zu verlassen, bevor er einstrze. Andere wiederum hielten sich zurck, denn im Keller sei es z. Zt. immer noch sicherer als drauen im Bombenhagel. Ich war mir nicht im klaren, was besser war. Hatte aber frchterliche Angst, in diesem Keller verschttet und damit lebendig begraben zu werden.

Die Entscheidung sollte uns sehr schnell abgenommen werden. Pltzlich gab es eine wahnsinnige Detonation, welche alles bis dahin Erlebte bertraf. Im gleichen Moment wurde die Stahlschotte des Notausstieges zu meiner Rechten aus den Angeln gerissen und flog, total deformiert, wie ein Gescho durch den Schutzraum. Die Wucht war so stark, da sich diese Stahltre in die 8 m entfernte gegenberliegende Wand bohrte. Die Druckwelle der Detonation hatte alle stehenden Leute umgeworfen. Ich lag auf dem Boden und andere Leute auf mir. Pltzlich ertnte ein Schrei: Phosphor. Phosphor ist eine Flssigkeit, welche sofort brennt, wenn sie mit Sauerstoff in Berhrung kommt. Sie fliet also brennend und entzndet alles, was ihr in den Weg kommt. Es ist sehr schwierig, Phosphor zu lschen. Giet man Wasser darauf, brennt er um so schlimmer. Man kann ihn also nur mit Sand abdecken und ersticken.

Wer noch konnte, sprang auf. So auch ich. Im Keller bot sich mir ein Bild des Grauens. Mich packte das kalte Entsetzen. Selbst in meinen belsten Alptrumen und Phantasien wurde ich noch nie mit hnlichen Bildern konfrontiert. Die durch den Raum fliegende Stahltre hatte auf ihrer Bahn den dort sitzenden Leuten den Kopf abgerissen. Diese entsetzliche Szene wurde beleuchtet von einigen Notlampen und von dem brennenden Phosphor, welches durch die Ausstiegsffnung in den Keller strmte.

Der Schock lhmte in mir jeden klaren Gedanken. Was jetzt kam, waren Reflexe der Selbsterhaltung, welche ohne jede berlegung abliefen. Ich sprang durch die blutenden Menschen bzw. Menschenteile und drckte mich seitlich von dem brennenden Phosphorflu durch den Notausstieg ins Freie. Dies gelang mir, ohne mit dem Phosphor in Kontakt zu kommen. Ich erreichte den Hof des ehemaligen Hotels, welcher mit Trmmern verschttet war. Ringsum brannte alles! Die Hitze versengte mir Kleidung und Haare.

Der einzige Weg zur Strae fhrte durch einen ca. 6 m langen Torweg, welcher zu dieser Zeit noch stand, aber allseitig brannte. Durch diesen brennenden Torweg rannte ich um mein Leben. Auf der Strae brannte der Asphalt! Der gesamte Hauptbahnhof beziehungsweise was davon noch brig war stand in hellen Flammen. Ich wendete mich nach rechts, um den Bayrischen Platz zu erreichen. Nach wenigen Metern kam mir ein Mann entgegen, drckte mir ein schreiendes Kind im Alter von etwa zwei Jahren in den Arm und rannte weiter. Mir blieb keine Zeit zum Nachdenken und Reagieren, ich strmte mit dem Kind im Arm weiter. Nach etwa 50 m kam mir eine Frau entgegen, welcher ich ebenso das Kind im fliegenden Wechsel in den Arm drckte und weiterstrmte.

Der Bayrische Platz befindet sich unmittelbar neben dem Sdteil des Hauptbahnhofes und existiert heute noch. Es ist ein ca 150 x 150 m groer freier Platz mit Wiesen und ein paar Wegen. Instinktiv rannte ich zu diesem Platz, um aus dem tobenden Flammenmeer herauszukommen. Es war die einzige Rettungsmglichkeit.

Der Bombenhagel lie nach, die Bomberverbnde drehten ab. Nur hin und wieder detonierte ein Sptznder. Rings um den Platz war haushohes Feuer. Die Hitze war so gro, da man es nur in der Mitte des Platzes einigermaen aushalten konnte. Wir waren etwa 16 Personen, welche sich dorthin retten konnten.

Durch die enorme Hitze der riesigen Brnde wurde ein entsetzlicher Feuersturm ausgelst. Dieser verursachte nicht nur einen wahnsinnigen Funkenflug, sondern trieb faustgroe glhende Stcken wie Geschosse durch die Luft. Wir legten uns flach auf den Boden, um von mglichst wenigen dieser glhenden Geschosse getroffen zu werden. Auerdem war so die Hitze am ehesten zu ertragen. Jeder mute auf seinen Nachbarn achtgeben. Sobald einer getroffen wurde, fing er an zu brennen. Sofort hat sich ein anderer auf ihn geworfen, um mit seinem Krper die Flammen zu ersticken. Zeitweise lagen mehrere Personen bereinander, um sich gegenseitig zu schtzen. Nur so konnten wir berleben.

Ich wei nicht mehr, wie viel Stunden wir so gegen den Funkenflug kmpften. In einer solchen Situation geht jedes Gefhl fr Zeit verloren, da man jede Sekunde mit uerster Konzentration um das berleben kmpft. Man sprt weder Schmerz noch Hunger. Alles luft ab wie in einem blen Traum.

Etwa zwischen 4 und 5 Uhr morgens setzte ein leichter Nieselregen ein, welcher uns etwas Erleichterung brachte. Als es endlich hell wurde, bot sich uns ein unvorstellbares Chaos. Rings um uns herum, soweit wir sehen konnten, eine unendliche rauchende und brennende Trmmerwste. Die Straen waren meterhoch zugeschttet und mir noch an einigen einzelnen, noch stehenden Fassaden zu erkennen.

Keiner von uns wute so recht, wohin er sich nun wenden sollte. Jeder hatte nur wahnsinnige Angst um sein Zuhause und seine Angehrigen. Ich sagte zu meinem Nachbarn: Auf alle Flle mu ich erst noch in den Bahnhof, um nach meiner Dienststelle zu sehen und mich abzumelden.

Komm zu dir, Junge, antwortete er, schau zum Bahnhof, glaubst du wirklich, da dort noch jemand lebt? Sei froh, da du dort berhaupt noch rausgekommen bist. Versuch dein Zuhause zu erreichen. Nach diesen Worten wurde mir erst bewut, da dort wirklich keiner mehr am Leben sein konnte und da nur der Umstand meines Verlassens des Bahnhofes vor dem Angriff mir das Leben gerettet hat.

So entschlo ich mich, in Richtung Sden ber die Trmmerberge zu klettern. In dieser Richtung lag Dresden-Plauen.

Etwa nach 15 Minuten sah ich 50 m vor mir eine Gruppe von vielleicht 12 15 Personen, welche ebenfalls in meiner Richtung ber die Trmmer kletterten. Pltzlich sah ich, wie sich eine neben der Gruppe hochragende Fassade eines vierstckigen Hauses neigte. Mir blieb fast das Herz stehen. Ich habe wahnsinnig geschrieen und mich, wie im Reflex, automatisch hinter einen Mauerbrocken in Deckung geworfen. Mein Schrei ging in dem Getse, mit welchem die Wand herniederprasselte, unter. Die gesamte Gruppe wurde darunter begraben.

Als sich der Staub verzogen hatte, war nichts mehr zu sehen Mir zitterten die Knie und ich brauchte eine geraume Zeit, bis ich in der Lage war weiterzugehen.

Von da an habe ich genau alle Mauerreste vor mir beobachtet und versucht, greren Fassaden auszuweichen. Es war gut, da ich so vorsichtig war. Ich habe auf meinem Weg noch sechs Einstrze erlebt. Dies hatte natrlich zur Folge, da ich kreuz und quer klettern mute, um nicht erschlagen zu werden. So bentigte ich fr einen Weg, welchen ich im Normalfall in 30 Minuten zurckgelegt htte, etwa 6 Stunden. Auch hatte ich zeitweise die Orientierung verloren und wute nicht, in welcher Richtung ich weiterklettern sollte. Die Luft war geschwngert mit beiendem Brandgeruch und Staub. Die Augen brannten mir wie Feuer und das Atmen fiel mir sehr schwer.

Endlich, gegen Mittag, erreichte ich Dresden-Plauen. Auf der Altplauen, eine Strae in der Nhe unserer Wohnung, kam mir meine Schwester Ursula entgegen. Sie hat mich nicht erkannt und lief an mir vorber. Erst als ich sie ansprach, erkannte sie mich. Dies war auch nicht verwunderlich. Meine Kleidung war total zerrissen und versengt, die Haut rugeschwrzt und zerschunden. Haare, Wimpern und Augenbrauen verbrannt. Die Augen waren rot unterlaufen und verquollen. So bot ich ein Bild wie von einem, der direkt aus der Hlle kam. Aber die Freude, da wir noch alle am Leben waren, berdeckte alles andere.

Unser Haus stand zum Glck noch. Es hatte natrlich auch allerhand abbekommen. Die Fenster zertrmmert, das Dach abgedeckt und Brandschden durch Stabbrandbomben im Dachstuhl. Jedoch war dies alles reparabel.

Viele Menschen hatten sich whrend des Luftangriffes an die Elbwiesen gerettet. Dort sind sie am nchsten Tag von Tieffliegern wie die Hasen gejagt und abgeschossen worden. Ich konnte es nicht fassen. Das hatte nichts mehr mit Krieg zu tun. Das war ein Abschlachten unschuldiger Menschen. In mir entwickelte sich ein tiefes Hagefhl und ich schwor mir, diese Menschen zu rchen.

Aus dem Hauptbahnhof und seinen Kellern ist niemand lebend herausgekommen. Die Toten, welche man in den nchsten Tagen aus dem Keller geholt hat, waren unversehrt. Sie hatten alle eine dunkelblaue Hautfarbe und ein Blutrinnsal am Mund. Ein Zeichen fr die geplatzten Lungen durch die Luftminen.

Es wurden einige tausend solcher Leichen aus dem Bahnhof geholt und neben demselben auf der Bayrischen Strae auf einer Lnge von etwa 200 m, einer Breite von 6 m und einer Hhe von etwa 4 m aufgeschichtet.

Tausende Tode lagen auf Dresdens Straen herum. Die Luft war erfllt von dem Gestank verwesender Leichen. In der Folgezeit wurden dann mehrere tausend Leichen auf dem Altmarkt in Dresden von einer Spezialeinheit mit Flammenwerfern verbrannt. Parallel dazu wurden einige tausend Tote auf dem Heide-Friedhof in Dresden in Massengrbern beigesetzt. Dies war die einzige Mglichkeit, um die akute Seuchengefahr zu beseitigen.

Werner Hanitzsch

* * *

Ein Leser dieser Nonkonformist-Rubrik schrieb dann, die Japaner wren weit weniger schuldkomplexbeladen als die Deutschen. (Fest steht, dass alle Japaner die Bombardierung vn Nagasaki und Hiroshiuma verurteilen und dieser Schandtaten auch regelmig gedenken.)

Woertlich:

Diesen Augenzeugenbericht zu lesen und im Hinterkopf die Aktionen der roten Irren von Dresden , macht mich mchtig traurig. Ich spre nun wie das deutschen Volk seine Seele, seinen Anstand verloren hat. Selbst die geschlagenen Japaner gaben nach der Kapitulation ihre Ahnenverehrung nicht auf.

Ich reagierte wie folgt:

* * *

Ich habe 1997-2003 viel japanische Freunde in Boston gehabt, die Wissenschaftler waren und von mir Unterricht im amerikanischen Akzent nahmen, da die japanische Sprache nur halb soviele Laute wie die englische aufweist. Ich kenne die Japaner also gut.

Nippon hat keine Juden in Massen ermordet, und das wird ihnen auch nicht vorgeworfen (inm Gegensatz zu Deutschland). Im Gegenteil, die Japaner retteten chinesischen Juden das Leben. Die Soldateska in Tokio brachte zwar viele chinesische oder philipinnische Zivilisten um, lieen auch 40% aller gefangenen weien soldaten — Amerikaner, Briten oder Englnder erbarmungslos durch Hunger, Erschoepfung, Kugel oder Schwert sterben.

Aber das waren ja keine Juden, und nur Juden gelten etwas. So haben die Japaner nach dem Kriege von der judoamerikanischen Besatzung weitaus weniger Schuldkomplexe aufgebrummt bekommen als Ihr Deutsche.

Es kommt hinzu, dass nach meinem Dafrhalten die Asiaten sowieso weniger Verantwortungsgefhl fr das Leiden anderer empfinden koennen. Mein Vater kam aus zwei Kriegen gegen Ostasiaten (er kmpfte gegen Japaner im II. WK als Marine 1943-45, ja sogar in der berhmten Iwo-Dschima-Schlacht, sowie gegen Nordkoreaner und Chinesen im Koreakrieg 1952-53) nach Hause mit der Beobachtung, dass die Guhks (“gooks” auf englisch, ein Schimpfwort so wie auf deutsch “Schlitzaugen”) ein anderes Empfindungsnervensystem haben mssen und eine erstaunliche angeborene Gleichgltigkeit gegen die Tragoedien anderer innehaben.

Also wird der Japaner des weien Selbsthasses auch nicht fhig sein. Schwamm darber ist sein Motto, wie auch beim Trken mit den Armeniern.

Zum Schluss moechte ich dies sagen, als Amerikaner — und wenn ich auch als Eurer Kamerad bekannt bin (www.democratic-republicans.us) — wie entsetzlich leid mir diese Schandtat gegen Dresden tut.

Es ist mir ein schwacher Trost, dass die Mehrheit der Deutschen genausowenig Zivilcourage heute an den Tag legen wie damals die Mehrheit der “Amis” im Jahre 1945, als es in unserer Air Force hie, Dresden is the next target. Man htte uns als Verrter eingesperrt, htten wir den Wehrdienst verweigert oder eine Befehl nicht ausgefhrt. Und als Feigling moechte keiner an den Pranger gestellt werden. (Die Bombardiereung Deutschlands war alles andere als ungefhrlich. Fast 140 000 Anglo-Amerikaner starben durch deutschen Flak!) Die Propaganda gegen Deutschland war auch allgegenwrtig. Unsere Hirne waren voll vom (erlogenen) Malmdy-Massaker whrend der Ardennenschlacht.

Trotzdem, mir blutet das Herz als Amerikaner. Ich danke dem Herrn Hanitzsch fr diesen Erlebnisbericht, der sehr gut geschrieben wurde und sicherlich ihm schwerfiel. Im Namen aller anstndigen Amerikaner sage ich, dass von amerikanischem Boden nie wieder Krieg gegen Euer Vaterland ausgehen wird. Dafr kommt bald in Amerika etwas Neues hoch, die Ewigen Solutrier.

Ein schreckliches Karma dafr mit Sptwirkung ereilt aber uns hierzulande. Wir haben einen linken Neger als Prsident und eine fast 50% schwarze, mexikanische, jdische, ostasiatische und muslimische Bevoelkerung, die uns schroepft und beschimpft. Bald sind wir Weien hier die Minderheit im eigenen Lande, schon jetzt sind wir es auch bei den Kindergrten und beim Hundertsatz der gebrfhigen Frauen.

Alle weien Voelker befinden sich in der karmischen Verstrickung. Der Dmonentanz hat begonnen. Wir mssen bald ALLE und GEMEINSAM aus dieser Schuldklemme heraussteigen, in die einundderselbe Feind uns gekoedert hat. Jetzt trgt keine weie Nation mehr die weie Weste. Wir stoehnen alle in diesem blen Traum, in diesem Sklavendasein in Jew-World.

* * *

Der Spiegel
ist ein auerordentlich gemeinschdliches Mistblatt, diese “Klozeitung der Intellektuellen: ;-), und ein klassisches Beispiel der allierten “Lizenzpresse”, d.h. einer Presse, die von den Allierten in der “offenen” Besatzungszeit erlaubt wurde, weil sie gegen alles Deutsche hetzte und so zu des Judentums willfhriger Helfer wurde.

Aber ab und zu schreibt dieses Blatt die Wahrheit, und sie besteht darin, dass die Judenwirtschsaft im Abendland vor dem Absturz steht.

Und dies gibt uns Solutriern die groe, die letzte groe Chance.

Hier also, getreu dem amerikanischen Spruch, wonach selbst eine kaputte Uhr zweimal am Tage die richbtige Zeit angibt…..des Spiegels Artikel

* * *

SPIEGEL ONLINE
16. Februar 2010, 13:41 Uhr
Immobilienblase
US-Experten frchten den nchsten Mega-Crash

Von Marc Pitzke, New York

Die US-Regierung verbreitet Optimismus, die Rezession sei berstanden. Doch renommierte Experten widersprechen: Sie warnen vor einem neuen, katastrophalen Crash. Diesmal auf dem Markt fr Gewerbeimmobilien samt riesigen Mietwohnungskomplexen. Betroffen wre fast jeder Amerikaner – und indirekt die Deutsche Bank.

“Wenn das stirbt”, sagt Charles Schumer und blickt sich wehmtig um, “dann stirbt New Yorks Herz und Seele.” Der demokratische US-Senator steht vor den Backsteinfassaden der Stuyvesant Town, Manhattans einst grter Mietskaserne. Hunderte Anwohner umringen ihn, viele von ihnen leben seit Jahrzehnten hier. Einige haben selbstgemalte Transparente mitgebracht: “Rettet unsere Wohnungen!” und “Stoppt die Vertreibung von Arbeiterfamilien!”

Die Szene spielte sich krzlich auf Manhattans East Side ab, allerdings ging sie vllig unter in der Nachrichtenflut jenes Tages, an dem das Erdbeben in Haiti, das US-Haushaltsdefizit und die Grammy-Verleihung die Schlagzeilen beherrschten. Dabei markierte sie einen Moment, aus dem sich womglich der nchste Mega-Finanzcrash der USA entwickeln knnte.

Anlass der Demonstration in Stuyvesant Town war der grte Immobiliendeal der US-Geschichte, der in nicht mal vier Jahren zum grten Flop mutiert ist. 5,4 Milliarden Dollar hatten der Baukonzern Tishman Speyer und der Vermgensverwalter BlackRock 2006 fr den Komplex und seine Nachbarsiedlung Peter Cooper Village hingeblttert. Doch jetzt mussten sie klein beigeben: Der Mammutkredit wuchs ihnen ber den Kopf – schlielich waren sie gezwungen, die 110 Huser mit 11.232 Wohnungen an ihre Glubiger abzutreten. Damit ist das Schicksal der rund 25.000 Bewohner nun abermals offen.

Dabei steckt hinter dem Milliardenskandal noch weit mehr: Er ist eines der wenigen bereits sichtbaren Symptome einer drohenden neuen Finanzkrise. Noch ist sie nicht ausgebrochen, doch sie knnte die US-Wirtschaft schon bald erneut in die Tiefe reien.

Es geht um 6,7 Billionen Dollar

Dass dies bisher fr nur wenig Wirbel sorgt, liegt an der Materie. Denn diesmal geht es um gewerbliche Immobilien – ein sperriger Markt, der fr Laien nur schwer zu verstehen ist. Aber es ist ein Markt mit einem Volumen von 6,7 Billionen Dollar, fast doppelt so viel wie der gesamte US-Staatshaushalt 2011.

Ein Aufsichtsgremium des US-Kongresses hat jetzt ganz offiziell gewarnt: In den kommenden vier Jahren tut sich auf dem Gewerbeimmobilienmarkt ein neues, kaum fassbares Schuldenloch von 1,4 Billionen Dollar auf – mit dramatischem Dominoeffekt: “Eine betrchtliche Welle an Zahlungsausfllen bei Gewerbe-Hypotheken wrde wirtschaftlichen Schaden auslsen, der das Leben fast jedes Amerikaners betreffen knnte.”

Im Klartext heit das: “Die Finanzkrise wird nicht enden.” So formuliert es die renommierte Harvard-Juristin und Insolvenzspezialistin Elizabeth Warren. “Wir mssen sofort einen Plan ausarbeiten, bevor das System am Rande des Untergangs steht.”

Warren ist die Vorsitzende des Congressional Oversight Panels (COP), eines berparteilichen Sonderausschusses, den der US-Kongress Ende 2008 einsetzte, um die Verteilung des 787-Milliarden-Dollar-Konjunkturpakets zu berwachen. Gemeinsam mit vier Kollegen, allesamt Finanz- und Kreditexperten, kam sie dabei zu einem erschreckenden Fazit.

Viele Kredite bersteigen der Wert der Immobilien

Ihre Sorge gilt den massiven Krediten, die den ohnehin schon wackligen Gewerbeimmobilienmarkt der USA aufrecht halten. Von 2011 bis 2014 wrden insgesamt 1,4 Billionen Dollar fllig, schreibt der Ausschuss in einem Bericht. Gut die Hlfte dieser Kredite stnden aber “unter Wasser”. Sprich: Sie bersteigen den Wert der Immobilien, die sie finanzieren.

Ein Kollaps dieses Markts, so der Ausschuss, wrde vergleichbar verheerende Konsequenzen haben wie seit 2007 der Kollaps des privaten US-Immobilienmarkts: “Arbeitsplatzverluste, verlassene Lden, Brogebude und Wohnungen”, heit es im Bericht. Und zahllose neue Bankpleiten. Dies wiederum wrde “den Aufschwung unterminieren und eine bereits schmerzhafte Rezession nur noch verlngern”. Eine “einfache Lsung” gebe es nicht – und das US-Finanzministerium ignoriere das Problem.

Der US-Gewerbeimmobilienmarkt umfasst nicht nur Brohuser und Wolkenkratzer wie die meisten Skyscraper Manhattans. Sondern auch Einkaufszentren, Hotels, Industrieparks sowie Mietkomplexe wie Stuyvesant Town, in denen Abertausende Amerikaner leben. Die meisten dieser Projekte sind mit drei- bis zehnjhrigen Bankdarlehen finanziert. Anders als auf dem privaten Markt muss die Kreditsumme erst zum Ende der Frist getilgt werden. Der Bauherr nimmt dazu dann meistens einen neuen Kredit auf.

Dabei stellen sich zwei Hauptrisiken. Erstens: Der Schuldner kann die Zinsen nicht aufbringen. Zweitens: Der Schuldner schafft es nicht, den ursprnglichen Kredit zu refinanzieren. “In beiden Fllen”, so der COP-Report, “platzt das Darlehen, und die Immobilie kommt zur Zwangsversteigerung.”

Auch die Deutsche Bank ist involviert

Zahllose Banken drohen pltzlich in einen hnlichen Strudel zahlungsunfhiger Kunden gerissen zu werden wie in der Subprime- Hypothekenkrise von 2007/2008. In diesem Fall aber trifft es dem COP- Bericht zufolge eher die kleinen, weit verwundbareren Banken.

Schon jetzt stecken nach Recherchen der Beratungsfirma Real Capital Analytics in den USA fast 9000 Gewerbeimmobilien-Projekte in der Finanzklemme. Gesamtwert: 177,7 Milliarden Dollar. Der COP-Bericht schtzt, dass allein den Banken am Ende Verluste in Hhe von rund 300 Milliarden Dollar drohen.

Zwei unglckliche Entwicklungen kommen dabei zusammen. Einerseits wurden die Darlehen zum Hhepunkt der Immobilienblase abgeschlossen, als die Liegenschaften – und Kredite – vllig berpreist waren. Andererseits fhrte die Rezession zum Einbruch beim Einzelhandel, zu Geschftsschlieungen, sinkender Nachfrage nach Gewerbeimmobilien, sinkenden Mieten und wachsendem Inventar – ein Teufelskreis.

Besonders gro im Geschft ist Wells Fargo, die drittgrte US-Bank, die 43.000 gewerbliche Immobilienkredite ber insgesamt 476 Milliarden Dollar als Dienstleister fr Dritte managt. Auerdem mit auf dieser wenig beneidenswerten Top-Ten-Liste: PNC aus Pittsburgh (309 Milliarden Dollar), die Bank of America (132 Milliarden Dollar) sowie die Deutsche Bank (64 Milliarden Dollar). Allerdings trgt die Deutsche Bank selbst kein direktes Kreditrisiko, da sie die Kredite fr Dritte verwaltet.

Die gleichen Instrumente wie in der ersten Krise

Wie auch im berchtigten Subprime-Markt haben die Banken diese Gewerbedarlehen zu Investitionsvehikeln gebndelt, um damit weiter zu spekulieren. In diesen “commercial mortgage-backed securities” (CMBS) knnen sich die Hypotheken von jeweils Dutzenden Brohusern, Shopping-Centern, Hotels und Wohnkomplexen finden.

Ein einziger Zahlungsausfall kann das ganze Netz zerreien.
Eine weitere Parallele zum Crash der vergangenen Jahre: Auch diesmal hngen wieder komplizierte Derivate wie “credit defaults swaps” (CDS) mit an diesem Tropf. Es waren jene ungedeckten “Versicherungen” fr Kreditrisiken, die zum Beinahe-Kollaps des US-Versicherungsgiganten AIG gefhrt hatten, der nur durch 180 Milliarden Dollar aus der Staatskasse abgewendet werden konnte.

Die Folgen dieser neuen Krise reichen aber noch viel weiter. “Leere Brogebude, Hotels und Geschfte knnen direkt zu Stellenverlusten fhren”, orakelt der Bericht. “Zwangsversteigerungen von Wohnkomplexen knnen Familien aus ihren Husern vertreiben, selbst wenn sie nie mit der Miete sumig waren.” Und Banken wrden mit Krediten noch knausriger, was wiederum den Mittelstand erneut mitreie.

Auch die Kirche von England hngt mit drin

Wie tief die Krise gehen kann, zeigt allein die Milliardenpleite von Stuyvesant Town. Dort frchten nun zahllose Co-Investoren um ihre Anteile – darunter die Regierung von Singapur, die Kirche von England und Calpers, der Rentenfonds des Bundesstaats Kalifornien.

Warren und ihr Expertenteam fordern deshalb einen Stresstest auch fr die kleineren Banken, wie die Regierung sie voriges Jahr den 19 Top-Instituten verordnet hatte. Und selbst dort, kritisiert Warren, sei die Stabilitt “nur bis Ende 2010” untersucht worden.

Die Demonstranten von Stuyvesant Town hatten neulich noch eine andere Idee. Sie appellierten an Obamas Chefberater David Axelrod – denn der ist dort aufgewachsen. “David, vergiss deine Wurzeln nicht”, flehte einer der Mieter. “Es ist Zeit, heimzukehren.”

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